Double Live – Veröffentlichung im April 2021

Publikation aus Forschungsprojekt des IKMW zu Perspektiven eines digilogen Theaterbetriebs

Im April 2021 werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Double Live“ bei B&S Siebenhaar Verlag+Medien veröffentlicht. Das Buch wird die Ergebnisse aus den 2020 geführten Interviews mit unterschiedlichen Akteuren des Theaterbetriebs im deutschsprachigen Raums zu den Auswirkungen und Bewältigungsstrategien in und nach der Corona-Pandemie zusammenführen, mit bestehende Studien und Daten ergänzenden und einer eingehenden Analyse unterziehen.

Besonderer Fokus liegt dabei auf Empfehlungen und Best-Practice-Beispielen für digiloge Strategien und Formate, die die ungebrochen relevante analoge Theaterpraxis mit digitalen wie hybriden Formen zeitgemäß und nachhaltig ergänzen – von Programm und Vermittlung über Kommunikation und Vertrieb bis hin zu Organisationsentwicklung, Kompetenzaufbau und notwendiger technischer Infrastruktur.

Western Modernity 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie

Multimediales Online-Seminar an der Central Academy of Fine Arts, Peking

Auch im Oktober 2020 lehrt Klaus Siebenhaar im Rahmen seiner Professur an der Central Academy of Fine Arts. Gegenstand des Seminars für zukünftige chinesische Kulturmanager im aktuellen Seminar: „Western Modernity 2020“. In einer Zeit des Wettbewerbs um die beste Reaktion auf die Pandemie und die Bewältigung Ihrer Folgen führt das interaktive, multimediale Online-Seminar die chinesischen Studierenden trotz der fehlenden Reisemöglichkeiten durch eine intensive Auseinandersetzung mit den künstlerisch-kulturellen Entwicklungen, die unsere gemeinsame Gegenwart geprägt haben.

Double Live. Befunde, Möglichkeiten, Konzepte und Stategien eines digilogen Theaterbetriebs

Forschungsprojekt und empirische Studie des IKMW

Die Corona-Pandemie und die sich immer wieder ändernden Maßnahmen zu ihrer Eindämmungn wirken sich massiv auf das öffentliche Leben und damit auf die Arbeitsmöglichkeiten im Kulturbereich aus. Gerade die vielfältigen und einfach zugänglichen digitalen Angebote sind einer breiten Öffentlichkeit um vieles vertrauter geworden und werden das Kultur- und Freizeit deutlich stärker prägen als zuvor.

Mit einer eigenen qualitativen Studie mit Theatern und freien Gruppen in Deutschland erabeitet das IKMW einen Beitrag zur Bewältigung der Epidemie und zur strategischen Ausrichtung auf die „neue Normalität“ während und nach dieser Epidemie.

In den Interviews werden Auswirkungen und Maßnahmen zur Bewältigungen in allen kulturmanagerialen Gestaltungsfeldern von Programmgestaltung über (technische) Infrastruktur, Audience Development/Marketing/Vertrieb bis zu Organisations- und Personalentwicklung aufgenommen. „Gute Praxis“ wird dokumentiert und Empfehlungen für integrierte, „digiloge“ Zukunftsstrategien aufgestellt – Orientierungen dafür, wie Kulturinstitutionen und -projekte die weiter zentralen „analogen“ Angebote durch vollwerte digitale Angebote/Spielstätten ergänzen und sich im veränderten zukünftigen Freizeitleben nachhaltig positionieren können.

 

Online-Workshop mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe

Spielplananalyse auf der Grundlage von Publikumspräferenzen und -erwartungen

Als Vertiefung der inzwischen sechsten Besucherbefragung am Badischen Staatstheater Karlsruhe im Sommer 2019 hat das Institut für Kultur- und Medienwirtschaft am 8. April 2020 mit der Schauspielsparte des Badischen Staatstheaters Karlsruhe einen Workshop zum Zusammenhangs zwischen Programmplanung und Besucherprofilen durchgeführt.

Auf der Grundlage von Besuchsmotiven wird dokumentiert, welche unterschiedlichen Publikumsgruppen die einzelnen Produktionen im Programm der Schauspielsparten anziehen. So erhält das Haus Entscheidungsgrundlagen dafür, mit welchem Produktionen spezifische Besuchertypen zu Besuchen motiviert werden können und welche Aspekte in Kommunikation und Marketing hervorgehoben werden sollten.

Wegen der Corona-Epidemie wurde der Workshop online durchgeführt, so dass die Schließung des Staatstheaters wegen der Corona-Epidemie für die strategische Planung des Rückkehrs in die Normalität genutzt werden kann.

Städtische Museen Kassel sind „Museen für alle“

IKMW belegt in umfangreichster Studie zu kommunalen Museen die Bedeutung für Stadtgesellschaft und Region

In der bisher umfangreichsten Besucherstudie zu kommunalen Museen hat das IKMW von März 2019 bis Januar 2020 gemeinsam mit dem Naturkundemuseum im Ottoneum und dem Stadtmuseum Kassel die Besucher der beiden Museen befragt. Mit 3.721 ausgefüllte Fragebögen geben ein detailliertes Bild von der Zusammensetzung des Publikums, seinem Besuchsverhalten, seinen Erwartungen und seiner Zufriedenheit mit den Museen.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bevölkerung Kassels und der umgebenden Region auf vorbildliche Weise im Publikum der Museen widerspiegelt. Die beiden Häuser – von ihren Besuchszahlen her unter den erfolgreichsten 10% in ihren Sparten – sind „Museen für alle“.

Hohe Anteile junger Besucher, große, auch überregionale Reichweite und sehr gute Zufriedenheitswerte lassen zudem erwarten, dass die beiden Museen auch in Zukunft die Bevölkerung von Stadt und Region in ihrer ganzen Diversität zu einer Auseinandersetzung mit Stadt- Naturgeschichte motivieren können.

Die Studie „Kassel, seine städtischen Museen und ihr Publikum. Eine vergleichende Besucherstudie“ ist im Buchhandel oder direkt beim B&S Siebenhaar Verlag erhältlich.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zu der Veröffentlichung.

Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland

Vorstellung der neuen Studie von IKMW und Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft e.V.

Neben der umfassenden staatlichen Kulturförderung trägt auch die private Finanzierung zu Erhalt und Ausbau der in Quantität und Qualität vorbildlichen kulturellen Infrastruktur Deutschlands bei. Unternehmen und Unternehmer stehen in einer langen Tradition mäzenatischen Engagements und sind sich dabei ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wie steht es heute konkret um diese Förderpraxis, ihre Motive, Konzepte und Strategien in einem veränderten, von Transformationen gekennzeichneten kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld? Welche Themen, kulturellen Felder präferiert private Kulturförderung? Und auf welche gesellschaftlichen Ansprüche oder Defizite und Probleme reagieren die Unternehmen?

Nach seiner ersten Studie zur unternehmerischen Kulturförderung vor über zehn Jahren gibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit den Autoren Klaus Siebenhaar und Achim Müller vom Institut für Kultur und Medienwirtschaft Berlin Antworten auf diese Fragen. Dazu wurden erneut Unternehmen aller Branchen in Deutschland befragt. Neben quantitativen und qualitativen Erhebungen fließen in diese zweite Studie erstmals Analysen von Bewerbungen um den Deutschen Kulturförderpreis ein. Darüber hinaus stehen übergreifende Empfehlungen zu einer zukünftigen Kulturförderpraxis im Fokus der Untersuchung.

Die Studie wurde am 22.10.2019 von Frau Dr. Franziska Nentwig, Geschäftsführerin Kulturkreis sowie von Klaus Siebenhaar und  Achim Müller, Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW) im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt.

Frederik Hanssen schrieb im Tagesspiegel zu der Studie.

Hans Böhringer ging in der Rhein-Neckar-Zeitung näher darauf ein.

Bestellt werden kann das Buch unter anderem bei B&S Siebenhaar Verlag+Medien.

Culture Management in Mongolia

IKMW organisiert Trainings- und Austauschprogramm für junge Kulturmanager aus der Mongolei

In Kooperation mit der Agentur Art+Culture, Ulan-Bator, organisiert das IKMW vom 23. September bis zum 23. Oktober 2019 ein Trainings- und Austauschprogramm für zehn bis 12 junge Führungskräfte aus Kulturinstitutionen in der Mongolei. Das Programm findet mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Sport der Mongolei statt.

Anhand des vom IKMW entwickelten Curriculums werden die Teilnehmer zunächst von Oyuntuya Oyunjargal (Art+Culture) und Klaus Siebenhaar (IKMW) in Ulan-Bator ausgebildet. Im Anschluss fliegen alle Teilnehmer zu einem einwöchigen Intensivkurs mit Vorlesungen und Besuchen herausragender Kulturinstitutionen nach Berlin. Bei diesen Besuchen treffen die mongolischen Kulturmanager  erfolgreiche Führungspersönlichkeiten dieser Institutionen und können das zuvor Gelernte anhand der praktischen Erfahrungen vertiefen.

Die Teilnehmer schließen das Programm mit einer schriftlichen Abschlussarbeit ab und erhalten für ihre erfolgreiche Teilnahme ein Zertifikat des mongolischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Sport.

Von Genieästhetik bis zum Kreativitätsimperativ

Seminar über den Zusammenhang zwischen Kunst, Kreativit und sozialem Wandel in Peking

Vom 6. bis 27. September 2019 hielt Prof. Siebenhaar im Rahmen seiner Professur an der Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking das Seminar mit dem Titel „From the Aesthetics of Genius to the Creativity Imperative: Artistic and Societal Change induced by Creativity” ab. Die Master-Studierenden aus den Studienrichtungen Arts Management und Arts Education erhielten die Studierenden einen tiefen Einblick darin, wie sich die Beziehungen zwischen Kunst, Kreativität, Gesellschaft und Gesellschaft vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart entwickelt hat.

Jungbrunnen oder Silbersee – Wie sieht das (Opern)Publikum der Zukunft aus?

Klaus Siebenhaar diskutiert auf Podium der Fachzeitschrift Opernwelt in Kooperation mit der Oper Dortmund

Auf einer Podiumsdiskussion des Theater Dortmund in Kooperation mit der Fachzeitschrift Opernwelt diskutiert Klaus Siebenhaar am 29. Juni 2019 im Opernhaus Dortmund über das Theaterpublikum von Morgen.

Moderiert von Opernwelt-Redakteur Albert Thiemann sollen neben Klaus Siebenhaar die Publizistin Elke Heidenreich, die Regisseurin Nadja Loschky, die Mezzosopranistin Hanna Schwarz und Dortmunds Opernintendant Heribert Germeshausen erörtern, wie es heute um die Zusammensetzung und Motive von heutigen Opernbesuchern bestellt ist – und wie auch zukünftig möglichst viele Besucher für diese komplexeste aller Kunstformen gewonnen werden können.

Langzeit-Studie am Badischen Staatstheater Karlsruhe

Start der sechsten Besucherbefragung in deuschlandweit einzigartiger Publikumsstudie

Mit der Schulung des Erhebungspersonals und der Begleitung der ersten Erhebungen durch Achim Müller hat am 7. Mai 2019 die bereits sechste Besucherbefragung des Zentrums für Audience Development (ZAD) am Badischen Staatstheater Karlsruhe begonnen. Die bis zum Ende der Spielzeit am 21. Juli 2019 laufende Befragung ist der jüngste Baustein des kontinuierlichen Monitorings der Publikumsentwicklung, die das ZAD im Auftrag des Badischen Staatstheaters und in enger Zusammenarbeit mit dessen Intendanten Peter Spuhler und seinem Team seit dessen Antritt im Jahr 2011 umsetzt.

Die diesjährige Studie wird zunächst die Veränderungen in der Zusammensetzung, den Erwartungen, der Zufriedenheit sowie der Kultur- und Mediennutzung fortschreiben und vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Programm, Ästhetik und Kommunikation des Staatstheaters interpretieren. Dabei untersucht das ZAD auch die Wirksamkeit von Aktivitäten, die das Staatstheater als Reaktion auf die bisherigen Analysen und Handlungsempfehlungen ergriffen hat, und erstellt auf dieser Grundlage einen aktualisierten Empfehlungskatalog.

Neben der Fortsetzung dieser grundlegenden Analysen fokussiert die Untersuchung diesmal besonders Besucher mit Migrationshintergrund, um eine fundierte Wissensbasis für die Aktivitäten des Staatstheater im Rahmen des 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft bereitzustellen.