Forschung und Publikationen

Das IKMW führt empirische Forschung im Kultur-, Medien- und Bildungsbereich durch. Das Forschungsspektrum reicht dabei von der Besucher- und Kulturnutzerforschung über Kulturmarktforschung in nationalen und internationalen Kontexten bis hin zu Machbarkeitsstudien für Projekte und kulturelle Infrastruktur, Branchenstudien und Potenzialanalysen sowie Forschung zu Medienentwicklung / Medienkulturen. Dazu gehören insbesondere auch Studien an der Schnittstelle von Kultur, Technologie, Organisationsentwicklung und kultureller Kommunikation/Vermittlung (s. TADE 21). Ausgewählte Studien werden regelmäßig publiziert.

Veröffentlichungen aus der Arbeit des IKMW

Klaus Siebenhaar: Kosmos Beuys. Kunst – Weltbild – documenta. Peking/Berlin 2021.

Achim Müller, Klaus Siebenhaar: Kassel, seine städtischen Museen und ihr Publikum. Eine vergleichende Besucherstudie, Berlin 2020.

Klaus Siebenhaar, Achim Müller: Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland, Berlin 2019.

Klaus Siebenhaar, Achim Müller: Opernsänger mit Zukunft! Karriereaussichten für Nachwuchssänger im deutschen Kulturbetrieb – Analysen, Erfahrungen, Empfehlungen, Gütersloh 2019.

Gunnar Bender, Ralf Herbrich, Klaus Siebenhaar (Hrsg.): Mit Optimismus in die Zukunft sehen. Künstliche Intelligenz – Chancen und Rahmenbedingungen. Berlin 2018.

Klaus Siebenhaar, Achim Müller: Bildung für die Praxis. Studiengänge für die Berliner Musikwirtschaft, Berlin 2018.

Achim Müller, Klaus Siebenhaar: European Theatre and the Public. Development, Orientations and Evidence, Berlin 2016.

Klaus Siebenhaar: Auftrag Publikum. Der Hochkulturbetrieb zwischen Audience Development und Ereignisästhetik, Berlin 2015.

Double Live – Veröffentlichung im Herbst 2021

Publikation aus Forschungsprojekt des IKMW zu Perspektiven eines digilogen Theaterbetriebs

Im Herbst 2021 werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Double Live“ bei B&S Siebenhaar Verlag+Medien veröffentlicht. Das Buch wird die Ergebnisse aus den 2020 geführten Interviews mit unterschiedlichen Akteuren des Theaterbetriebs im deutschsprachigen Raums zu den Auswirkungen und Bewältigungsstrategien in und nach der Corona-Pandemie zusammenführen, mit bestehende Studien und Daten ergänzenden und einer eingehenden Analyse unterziehen.

Besonderer Fokus liegt dabei auf Empfehlungen und Best-Practice-Beispielen für digiloge Strategien und Formate, die die ungebrochen relevante analoge Theaterpraxis mit digitalen wie hybriden Formen zeitgemäß und nachhaltig ergänzen – von Programm und Vermittlung über Kommunikation und Vertrieb bis hin zu Organisationsentwicklung, Kompetenzaufbau und notwendiger technischer Infrastruktur.

Städtische Museen Kassel sind „Museen für alle“

IKMW belegt in umfangreichster Studie zu kommunalen Museen die Bedeutung für Stadtgesellschaft und Region

In der bisher umfangreichsten Besucherstudie zu kommunalen Museen hat das IKMW von März 2019 bis Januar 2020 gemeinsam mit dem Naturkundemuseum im Ottoneum und dem Stadtmuseum Kassel die Besucher der beiden Museen befragt. Mit 3.721 ausgefüllte Fragebögen geben ein detailliertes Bild von der Zusammensetzung des Publikums, seinem Besuchsverhalten, seinen Erwartungen und seiner Zufriedenheit mit den Museen.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bevölkerung Kassels und der umgebenden Region auf vorbildliche Weise im Publikum der Museen widerspiegelt. Die beiden Häuser – von ihren Besuchszahlen her unter den erfolgreichsten 10% in ihren Sparten – sind „Museen für alle“.

Hohe Anteile junger Besucher, große, auch überregionale Reichweite und sehr gute Zufriedenheitswerte lassen zudem erwarten, dass die beiden Museen auch in Zukunft die Bevölkerung von Stadt und Region in ihrer ganzen Diversität zu einer Auseinandersetzung mit Stadt- Naturgeschichte motivieren können.

Die Studie „Kassel, seine städtischen Museen und ihr Publikum. Eine vergleichende Besucherstudie“ ist im Buchhandel oder direkt beim B&S Siebenhaar Verlag erhältlich.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zu der Veröffentlichung.

Unternehmerische Kulturförderung in Deutschland

Vorstellung der neuen Studie von IKMW und Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft e.V.

Neben der umfassenden staatlichen Kulturförderung trägt auch die private Finanzierung zu Erhalt und Ausbau der in Quantität und Qualität vorbildlichen kulturellen Infrastruktur Deutschlands bei. Unternehmen und Unternehmer stehen in einer langen Tradition mäzenatischen Engagements und sind sich dabei ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wie steht es heute konkret um diese Förderpraxis, ihre Motive, Konzepte und Strategien in einem veränderten, von Transformationen gekennzeichneten kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld? Welche Themen, kulturellen Felder präferiert private Kulturförderung? Und auf welche gesellschaftlichen Ansprüche oder Defizite und Probleme reagieren die Unternehmen?

Nach seiner ersten Studie zur unternehmerischen Kulturförderung vor über zehn Jahren gibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit den Autoren Klaus Siebenhaar und Achim Müller vom Institut für Kultur und Medienwirtschaft Berlin Antworten auf diese Fragen. Dazu wurden erneut Unternehmen aller Branchen in Deutschland befragt. Neben quantitativen und qualitativen Erhebungen fließen in diese zweite Studie erstmals Analysen von Bewerbungen um den Deutschen Kulturförderpreis ein. Darüber hinaus stehen übergreifende Empfehlungen zu einer zukünftigen Kulturförderpraxis im Fokus der Untersuchung.

Die Studie wurde am 22.10.2019 von Frau Dr. Franziska Nentwig, Geschäftsführerin Kulturkreis sowie von Klaus Siebenhaar und  Achim Müller, Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW) im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt.

Frederik Hanssen schrieb im Tagesspiegel zu der Studie.

Hans Böhringer ging in der Rhein-Neckar-Zeitung näher darauf ein.

Bestellt werden kann das Buch unter anderem bei B&S Siebenhaar Verlag+Medien.