„Zurück in die Gegenwart“ – Kosovo-Projekt 2021

Eine DaF-Dokutheater-Aufführung  und neue Beiträge für die VR-Ausstellung

Die Schülerinnen und Schüler aus der PASCH-Schule Millenium i Treti (MIT) in Pristina, Kosovo, wurden mit vielfältigen Kreativ-Aufgaben auf eine ‘phantastische’ Zeitreise aus dem Jahr 2220 geschickt. Dabei sammelten sie Impressionen und Materialien, die für Menschen in 200 Jahren vermutlich genauso merkwürdig sein werden wie für uns heute der Anblick einer Draisine. Am Ende der ersten Phase des Projekts mit mehreren Workshops, die Pandemie bedingt ausschließlich online stattfanden, stand eine 360-Grad-VR-Ausstellung, in der die Beiträge in Länder- und Themenräumen online zu besichtigen sind.

Von Beginn an bestand der Wunsch aller Beteiligten – Goethe Institut, Referenten, Lehrerinnen Lehrer, Schülerinnen und  Schüler – darin, das Projekt nach Ende der Covid-Krise oder bei einer besseren Infektionslage im Kosovo um eine analoge Phase zu erweitern. Vorläufer ist eine erste Projektphase im Jahr 2020. In der Fortsetzung ging es darum, die Ideen der Jugendlichen aus dem Vorjahr aufzugreifen, zu vertiefen und das Thema um neue Inhalte zu erweitern. In vielen Beiträgen, die in den Räumen des Online- Museums ausgestellt sind, hatten die Jugendlichen 2020 die Herausforderungen unserer Zeit und mögliche Veränderungen thematisiert. Ausgehend von diesen Materialien, galt es, in den Workshops vor Ort gemeinsam mit Stephan Reischl und Matthias Baumann ein Theaterstück zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen. Das in mehreren internationalen Projekten (auch mit Schülerinnen und Schülern des MIT im Kosovo bereits erfolgreich umgesetzte Format ‘DaF-Dokutheater’ liefert eine Fülle an sprachlichen und motivierenden Impulsen und ist eine ideale Grundlage, um auch die medialen Beiträge der Schülerinnen und Schüler in die Aufführung einzubauen.

Die Abschlussperformance am ODA-Theater in Pristina wurde aufgezeichnet und ist nunmehr in Ausschnitten ebenso wie die entstandenen Beiträge in den Räumen des VR-Museum zu besichtigen.

Zeitraum: November – Dezember 2021

Verantwortlich: Stephan Reischl (Projektleitung/Theater), Matthias Baumann (Multimedia)

 

TUP Essen auf dem Weg in die Zukunft

Das IKMW gestaltet den Veränderungsprozess „TUP der Zukunft“ der Theater und Philharmonie (TUP) Essen mit. Bereits in der Spielzeit 2020/21 hatten Mitarbeiter aus allen Bereichen der TUP Essen Vorschläge zu zehn Bereichen erarbeitet, in denen das TUP neu ausgerichtet werden sollte. Vom IKMW begleitet werden aus diesen Vorschlägen bis Sommer 2022 konkrete Maßnahmen- und Umsetzungspläne erarbeitet und in die Weiterentwicklung der TUP Essen und in Anträge für entsprechende Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen einfließen.

Durch Moderation und Beratung bei den Arbeits- und Endscheidungsprozessen sowie durch Mitarbeit am Förderantrag an das Land Nordrhein Westfalen unterstützt das IKMW Berlin die TUP Essen bei ihrer Mission, ein Modell für ein Theaterhaus der Zukunft zu werden.

TADE 21 – Technology, Arts, Design, Education

TADE 21 repräsentiert – in wechselseitiger Erhellung und gebündelter Form – forschungs- und praxisbezogene wissenschaftliche Profil des IKMW an den Schnittstellen von Technologie-, Kunst-/Kultur-, Organisations-/Führungs- und Kulturvermittlungs­entwicklung. In TADE 21 spiegelt sich darüber hinaus die auf Kooperation und internationale Partnerschaften/Netzwerke gründende strategisch-operative Praxis des IKMW selbst wider.

Konzept und Programm TADE 21

Idee und Intention

Kulturelle Praxis und künstlerische Produktion beruhen heute wie zukünftig auf der Interdependenz zwischen analog und digital, zwischen real und virtuell. Gleiches gilt für Lehre, Forschung, Konferenzen und Projektkooperationen in Bildung und Wissenschaft. Das Zusammenspiel zwischen digitalen Medientechnologien, Kreativität, künstlerisch-kultureller Ausdrucksformen und ästhetischer Bildung prägen das gesellschaftliche und kulturelle Leben im 21. Jahrhundert.

Es ist also an der Zeit, die notwendigen Kompetenzen und interdisziplinären Prozesse exemplarisch und paradigmatisch zu analysieren und abzubilden sowie sie in ausgewählten Projekten praktisch zu realisieren.

TADE 21 (Technology, Arts, Design, Education) versteht sich als beim IKMW verankerte Plattform für Forschung und Kooperationen.

TADE 21 führt lange Bildungskooperationen und Projekte in den Bereichen Kunst- Kultur- und Medienmanagement zusammen, systematisiert und erweitert sie. Dafür integriert es innovative Medientechnologien, analysiert die Technologien methodologisch und erprobt sie in praktischen Projektanwendungen.

Dieses Konzept stellt die Themenschwerpunkte vor und skizziert Anwendungsbereiche und
-formate. Auf einem neuen und zukunftsorientierten Niveau setzt TADE 21 langjährige erfolgreiche academische Projekte und Erfahrungen fort. Mit seinem Plattformkonzept öffnet es sich für weitere Partner aus den Wissenschaft und der Kreativwirtschaft.

Im Jahr des 100. Geburtstags von Joseph Beuys und in freier Variation seiner Ideen definiert sich TADE 21 als „Plattform der permanenten Konferenz“:

  • Gemeinsame Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen Technologie, Künsten, und Ästhetischer Bildung
  • Methodisch fundierte und forschungsbasierte kollaborative Kunstprojekte, digital wie analog
  • Entwicklung kultureller und medienbasierter Formate und Projekte in Bildung und akademischer Lehre
  • Projektentwicklung mit Partnern aus der Kreativwirtschaft, mit besonderem Fokus auf Organisationsentwicklung sowie manageriale Methoden und Praktiken.
  • Umsetzung digitaler, analoger wie hybrider Konferenzen und Messen

Dieses Programm wird durch die Zusammenführung und Fokussierung bestehender Ressourcen und Aktivitäten, unter Einbeziehung von Studenten, Lehrenden, Schülern, Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen sowie externen Partnern aus Bildung, Wirtschaft und den Künsten.

Konzept und Kontext

Organisation

Als “Plattform der permanenten Konferenz” sollte TADE 21 wie ein unabhängiges Studio für interdisziplinäre Projekte, Bildungs- und Forschungsaktivitäten, ausgewählt und begutachtet von einem Beirat, organisiert sein, verknüpft mit Partnerinstitutionen von akademisch-wissenschaftlichem Rang (= Netzwerkorganisation). Basis der Plattform ist das IKMW und seine akademischen und Kooperationspartner.

Wirkung und Erfolgsfaktoren von Extended Reality in Kunst und Kreativwirtschaft

Wirkungsstudie zu EU-geförderten Kooperationsprojekt REAL IN

In dem internationalen Kooperationsprojekt REAL IN mit Partnern in Avignon, Barcelona, Hamburg, Mailand und Marseille wird das IKMW die Wirkung von in interdisziplinären Teams neuentwickelten Extended Reality-Anwendungen auf Nutzer und Besucher in verschiedenen Künsten untersuchen und die inhaltlich-ästhetischen, organisational-managerialen wie technologischen Erfolgsvoraussetzungen dokumentieren.

Online-Seminar „Curated City“ an der CAFA Beijing

Kooperationsprojekt Beijing-Berlin-Budapest beschlossen

Kurz vor Weihnachten wurde das multimediale Hauptseminar „Curated City: Abut Art, Urban Space and Public Interest“ an der Central Academy of Fine Arts (CAFA) im Masterstudiengang „Arts Management“ erfolgreich abgeschlossen. Das interdisziplinäre und praxisorientierte 30-stündige Lehrprogramm schloss mit Achim Müller und Daniel Ongjerth erstmals zwei Projektleiter des Berlin-Budapest/St. Margereten Kulturentwicklungsprojektes ein.

Aus dem Seminar heraus bildete sich ein achtköpfiges „CAFA Collective“, das in die Programmentwicklung in Budapest eingebunden wird, und bei der Umsetzung spezieller Online-Kulturangebote helfen wird. Diese experimentelle internationale Projektkooperation fühlt sich organisational wie operativ dem „Lumbung“-Modell des documenta fifteen-Leitungskollektivs „ruangrupa“ verbunden.

„Sophie Scholl – Geschichte(n) der Zivilcourage“

Ein Sprachprojekt mit Mitteln der kultur-medialen Förderung im digitalen Raum

Kulturell-mediale Bildung in Zeiten der Pandemie bedeutet sowohl Herausforderung als auch Chance. Dies gilt vor allem für kulturell-mediale Bildungsprojekte im internationalen Kontext. „Sophie Scholl – Geschichte(n) der Zivilcourage“, das von Stephan Reischl gemeinsam mit Dagmar Boeck-Siebenhaar, dem Community Dance-Choreographen Josef Eder und dem Medienpädagogen Matthias Baumann im Auftrag des Goethe Instituts Athen und mit Unterstützung der „Stiftung Weiße Rose e.V.“ durchgeführte Kreativ-Projekt zur sprachlichen und kulturell-medialen Bildung, veranschaulicht diese sehr spezifische „Gewinn-und-Verlust“-Rechnung exemplarisch. Was als physisch-analoges Sprachcamp mit Jugendlichen aus zehn Ländern der Region Südosteuropa geplant war, musste coronabedingt in eine hybride Form transformiert werden. Das bot aber gleichzeitig die Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten und ein einzigartiges mehrmonatiges digitales Pilotprojekt zu entwickeln, das auch für zukünftige internationale Projekte und Workshops beispielhaft sein dürfte.

Das IKMW-Team erarbeitete umfangreiche didaktische Materialien zur Projektpatin und zum Thema „Sozialengagement“ sowie Online-Workshop-Formate für die Lehrer/innen und Schüler/innen.

Konkret mussten die beiden zentralen Kreativformate D(eutsch) a(ls) F(remdsprache)-Dokutheater und DaF-Tanztheater im digitalen Raum verwirklicht werden. Es galt fortan, den digitalen Raum der Online-Lehre und künstlerischen Übungen mit dem realen Lebens- und Erfahrungsraum der Jugendlichen zu einem hybriden Gemeinschaftsraum zu verschmelzen.

Nach einem Kickoff, mehrtägigen Workshops mit Lehrern aus den PASCH-Schulen der Region und einer Ideen-Börse, bei denen das Thema diskutiert und die Projektmaterialien erläutert wurden, waren die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal gefordert: In drei Aufgaben sollten sie wichtige Orte, Vorbilder und – in einer ‘Botschaft an die Welt’ – Herausforderungen in ihrem Umfeld, ihrer Stadt oder ihrem Land in kreativer Weise vorstellen. Alle Beiträge der ‚SOE-Jung-Künstler’ wurden zum ersten Baustein der PASCH-VR-360-Grad-Ausstellung. Rund 300 Jugendliche beteiligten sich an dieser Auftakt-Phase.

In einem Wettbewerb wurden die Teilnehmer für das digitale Camp ausgewählt. Dort beschäftigten sich die Jugendlichen zunächst mit der Projektpatin, um anschließend gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen zu erörtern und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Originaldokumente – Briefe, Tagebucheinträge und Zitate – lieferten den Ausgangspunkt für erste künstlerisch-sprachliche Gruppenarbeiten über Ländergrenzen hinweg. Nach dem täglichen ‘Online-Tanz-Warm-Up’ war es faszinierend zu erleben, wie die PASCH-Schüler aus SOE ihre unterschiedlichen Talente in die Entwicklung der Werke für die Ausstellungsräume einbrachten: Als “Tänzer“, „Musiker“, „Schauspieler”, “Dichter”, “Filmemacher” und “Hörspielproduzenten” arbeiteten sie in Teams und nutzten dabei neben Zoom auch viele andere Online-Tools für ihren Kreativ-Austausch.

Eine „Weltpremiere“ steht zum Abschluss des Projekts: die erste VR-Ausstellung der PASCH-Geschichte. Die „Südosteuropa“-Abteilung des neu entwickelten VR-360-Grad-Museums präsentiert den Besuchern eine Fülle von “Sprach-Kunstwerken“ in verschiedenen Kreativ-Formaten. Die „Südamerika“-Abteilung ist ab Ende November 2021 online zu besichtigen.

Hybriden kulturell-medialen Bildungsformaten dieser innovativen Art wird auch in der Postpandemie-Zeit mit ihren Nachhaltigkeits- und Kostengeboten die Zukunft gehören. Das IKMW wird diesen Weg konsequent weitergehen und vor allem unter technologischen, didaktischen, inhaltlich-künstlerischen sowie wirkungsästhetischen Gesichtspunkten weiterentwickeln und -ausbauen.

Hier gibt es eine Dokumentation über das Projekt auf Youtube. 

Neue Wege auf vertrauten Feldern

Das IKMW expandiert personell und thematisch.

Das IKMW expandiert und erweitert sein Portfolio in Richtung wissenschaftliche Weiterbildung im Bereich Kultur- und Medienmanagement sowie kulturell-mediale Bildung. Über Kooperationen mit der National University of Mongolia in Ulan Bator und der Zeppelin Universität Friedrichshafen werden akademische Weiterbildung für Nachwuchsführungskräfte aus Institutionen der Kultur und Kreativwirtschaft, studentische „Summer Schools“, Campusentwicklung und Lehrveranstaltungen konzipiert und durchgeführt. Die bereit bestehenden Lehrvereinbarungen mit der Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking und der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim sowie die Titellehre an der Freien Universität Berlin werden fortgesetzt.

Für die neuen analogen wie digitalen Lehrprojekte im Bereich der kulturell-medialen Bildung verstärkt sich das IKMW personell mit dem international erfahrenen Projektmanager Stephan Reischl. Er wird gemeinsam mit der Dipl. päd. Dagmar Boeck-Siebenhaar diesen Bereich aufbauen und verantwortlich leiten. Ein erstes Programm ist für den Herbst/Winter 2021 in Planung.

Geschichte und Profil

Das Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW) wurde 2016 von Prof. Dr. Klaus Siebenhaar (Freie Universität Berlin) und dem Musikverleger Prof. Dr. Rolf Budde (†2018) als Nachfolgeinstitut des FU-Instituts für Kultur- und Medienmanagement (IKM) gegründet. Die Hauptaufgabe des IKMW bestand darin, in nunmehr privatwirtschaftlicher Trägerschaft Forschungsschwerpunkte sowie Kunst- und Kulturprojekte auf internationaler Ebene des IKM fortzusetzen und zu erweitern. Neben Auftragsforschung insbesondere im Bereich Audience Development, privatwirtschaftlicher Kulturförderung, Kultur- und Stadtentwicklung konnte vor allem auch die Tradition ambitionierter Kunst- und Kulturprojekte wie Ausstellungen und Festivals fortgeführt werden. Gleiches gilt für die etablierten akademischen Weiterbildungsprogramme wie KUMA (Kulturmanagement in China und der Mongolei).

Nach fünf erfolgreichen Jahren wird ab 2021 das Spektrum sowohl um kulturell-mediale Bildung im schulischen Bereich als auch Kooperationsformen im wissenschaftlich-akademischen Feld erweitert. Neben Universitäten, Akademien und Instituten aus China, der Mongolei und Ungarn ist eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Zeppelin Universität Friedrichshafen und der Popakademie Baden-Württemberg, Mannheim, vorgesehen. Thematisch fokussiert werden alle bisherigen sowie die neuen Forschungs-, Kulturproduktions-, Kulturvermittlungs- und Weiterbildungsaktivitäten auf der Plattform TADE 21. Dort sind fortan die unterschiedlichsten Projekte, Programme, Lehrformate unter der wechselseitigen Bedingtheit von (Medien-)Technologien („Technology“), künstlerisch-kultureller Entwicklung („Arts“), organisational-managerialer Konzepte („Design“) und externer kultureller Kommunikation und Vermittlung („Education“) gebündelt. TADE 21 ist von nun an Dachbegriff, Rahmen und interdisziplinäre Querschnittsaufgabe aller Aktivitäten des IKMW.

Struktur und Protagonisten

Das IKMW folgt organisational einer flexiblen, projektbezogenen Plattform- und Netzwerkstrategie. Ein Kernteam erweitert sich aufgabenbezogen über universitäre und außeruniversitäre Partner zu temporären Projekt- und Forschungsorganisationen. Über die einzelnen Kompetenzzentren (ZAD, KUMA, BMPS) können auch langfristige Forschungs- und Weiterbildungsprogramme institutionalisiert werden. Für die nahe Zukunft sind darüber hinaus lokale Niederlassungen in internationalen Standorten geplant.

Kompetenzzentren des Instituts für Kultur und Medienwirtschaft

Unter dem Dach des IKMW werden drei etablierte und erfolgreiche universitäre Kompetenzzentren weitergeführt: das Zentrum für Audience Development und die BerlinMediaProfessionalSchool. In diesen Zentren wird ein breites Portfolio von Kompetenzen, Erfahrungen und Leistungen gebündelt, um spezielle Herausforderungen des Kulturbereichs und der Medienwirtschaft ganzheitlich zu bewältigen.

Zentrum für Audience Development (ZAD)

Das Zentrum für Audience Development (ZAD) beschäftigt sich mit den konzeptionell- organisatorischen Voraussetzungen zur Gewinnung, Bindung und Entwicklung der Kulturpublika von heute und morgen. Damit verbindet sich ein ganzheitliches Verständnis von „Audience Development“ als integrales Führungs- und Handlungsparadigma, dass alle Gestaltungsfelder einer Institution (Leitbilder, Positionierung, Programmierung, Vermittlung / Education, Marketing / ÖA und Ticketing / CRM), umfasst.

Kulturmanagement in China und der Mongolei (KUMA)

„Kulturmanagement in China und der Mongolei“ ist ein seit 2009 im Vorgängerinstitut zunächst auf China fokussiertes akademisches Weiterbildungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus dem Kulturbereich in englischer Sprache. Es verbindet wissenschaftliche Seminare auf Masterniveau mit anschließenden Exkursionen und Praxisgesprächen in deutschen Kultureinrichtungen sowie Kurzpraktika. Seit 2019 gibt es KUMA auch für mongolische Nachwuchsförderkräfte mit ähnlichem Curriculum. Darüber hinaus werden vermehrt Summerschools und onlinebasierte Weiterbildungsmodule angeboten.

BerlinMediaProfessionalSchool (BMPS)

Die BerlinMediaProfessionalSchool ist ein unabhängiges, transdisziplinär arbeitendes Kompetenzzentrum mit starker medienpraktischer Vernetzung und internationaler Ausrichtung am Medienstandort Berlin. In ihren Forschungsprojekten und akademischen Veranstaltungen widmet sich die BMPS den Transformationsprozessen in der Medien- und Kreativwirtschaft.

 

Team

Prof. Dr. Klaus Siebenhaar

Geschäftsführender Gesellschafter Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW), Professor a.D. für Kultur- und Medienmanagement sowie Professor für Neuere Deutsche Literatur der Freien Universität Berlin, Distinguished Professor für Arts Management und Humanities an der Central Academy for Fine Arts (CAFA) in Peking

Neben der akademischen Karriere vielfältige Tätigkeiten in der Projektentwicklung und -umsetzung im Kultur- und Medienbereich; Entwicklung von Curricula für Master- und Post Graduate-Studiengänge und für Ausbildungsprogramme; nationale und internationale Besucherforschung; Beratungstätigkeit für nationale und internationale Institutionen der Kultur- und Medienwirtschaft, der Kulturpolitik sowie für Non-Profit-Organisationen; zahlreiche Ausstellungen, szenische Lesungen und Kulturfestivals; zahlreiche Publikationen zu Kultur- und Medienmanagement, Literatur-, Kultur- und Theatergeschichte.

Leiter Marketing und Kommunikation und Mitglied der künstlerischen Leitung Deutsches Theater Berlin, 1990-2001; Head of Marketing, Development und Special Events Jüdisches Museum Berlin, 2001-2006.

 

Achim Müller, Dipl. Volksw., Dipl. Kulturmanager

Direktor Forschung und Projektmanagement am Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW)

Zahlreiche Nutzer- und Nichtnutzerstudien für nationale und internationale Institutionen im Kultur- und Medienbereich; Evaluation von Vermittlungsprogrammen im Bereich musikalische Bildung; Entwicklung und Implementierung institutionsübergreifender Erhebungskonzepte; regelmäßige Tätigkeit als Moderator und Begleiter von Change Management-Prozessen.

Leiter Sponsoring und Development transmediale, 2003-2006; Leiter Zentrum für Audience Development an der Freien Universität Berlin, 2009-2017, seit 2011 geschäftsführend.

 

Dagmar Boeck-Siebenhaar, Diplom-Pädagogin

Gesellschafterin Institut für Kultur und Medienmanagement, Geschäftsführende Gesellschafterin B&S SIEBENHAAR Verlag + Medien, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Freien Universität Berlin.

Studium der Slawistik, Germanistik, Pädagogik und Psychologie (in der DDR). Nach dem Ausscheiden als Lehrerin aus der Volksbildung 1988 und Übergangstätigkeiten Anfang der 90er Jahre hat sie den Studiengang Kultur- und Medienmanagement Berlin mitaufgebaut. Bis Ende 2017 war sie als Geschäftsführerin des gleichnamigen Instituts (IKM) sowie in der (praxisorientierten) Lehre im Bereich Kultur- und Medienmanagement tätig.

Arbeitsschwerpunkte: Kulturelle Bildung (als kulturpolitisches Paradigma, als Teil des Audience Development), Management von Medieninstitutionen (Verlags­wirtschaft). Desweiteren Kultur- und Medienprojekte in Theorie und Praxis (z. B. Empowerment-Kolleg. Forum für Medienkompetenz einschließlich wissenschaft­licher Evaluierung). Seit 2009 aktiv in internationalen Austausch- und Qualifizierungsprogrammen (insbesondere China, Türkei, USA). Forschungsschwerpunkt: Kulturell-mediale Bildung; internationaler Kultur­austausch.

 

Stephan Reischl, Staatsexamen, Master Cultural Management

Direktor kulturell-mediale Bildung am Institut für Kultur und Medienwirtschaft (IKMW)

Lehramtsstudium (Deutsch/Musik) an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Gesangstudium in München und Wien, Studium ‚Master of Cultural Management‘ an der Rome Business School und der Valencian International University. Für das Goethe-Institut verwirklichte Stephan Reischl Orchesterprojekte, Sommercamps und Deutsch-als-Fremdsprache-Projekte zu verschiedenen Themenschwerpunkten (Theater, Musik, Medien, bildende Kunst, Umwelt) mit internationaler Beteiligung, darunter „Wagner goes Rap“, bei dem mehr als 100 Schüler und Schülerinnen aus Izmir 2013 den Wettbewerb der Bayreuther Festspiele gewannen. In Kooperation mit der Stiftung Mercator und YfU-Deutschland organisierte er das Jugendaustausch-Projekt „Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye“. Die von ihm entwickelten Formate „DaF-Dokutheater“ und „DaF-Tanz-Theater“ wurden in mehreren internationalen Projekten umgesetzt.

PASCH-Experte am Goethe-Institut Ankara 2012 bis 2015; freiberuflicher Projektentwickler und -koordinator, Camp- und Workshopleiter, Autor und Regisseur von DaF-Theaterproduktionen für das Goethe-Institut und andere Organisationen seit 2015.

 

Daniel Ongjerth

Direktor internationale Projekte am Institut für Kultur und Medienwirtschaft

Er studierte an der Pázmány Péter Katholischen Universität und an der Freien Universität Berlin. Seit 2005 engagiert er sich für die kulturelle Wiederbelebung leerstehender Räume aller Größen und Formen in Budapest und hat dabei Verbindungen zwischen kulturellen Aktivitäten, bildender Kunst und Stadterneuerungsprogrammen hergestellt. Von 2009 bis 2012 war er einer der Gründer und Kreativdirektoren des Kulturzentrums Fogasház. Seit 2012 arbeitet er am Projekt Bartók Quarter zur Revitalisierung des Gebiets um die Bartók Béla Straße, einem Gebiet, das nicht nur für den 11. Bezirk, sondern für die gesamte ungarische Hauptstadt von Bedeutung ist. Von 2015 bis 2022 war er Direktor der INDA Gallery. Im Jahr 2020 war er Mitbegründer des Zentrums für Kultur und Stadtentwicklung / 11_11 und wurde zum Direktor ernannt, der für die Revitalisierung des Zentrums des zweiten Bezirks von Budapest, dem sogenannten Margit-Viertel, verantwortlich ist.

In den letzten Jahren war er Mitautor einer Reihe von Plänen für kulturelle, gemeindebasierte Stadtentwicklungsprojekte in der Stadt Budapest und einigen ihrer Bezirke.

Relaunch – Test

Test-Text