Neue Gemeinschaft stiften in einem lebendigen lokalen Kultur-Ökosystem
Achim Müller gestaltet am Teo Otto Theater in Remscheid das Projekt „Made in Remscheid“ mit. Gefördert im Rahmen des Programms „Spielzeit“ (LINK!!!) arbeitet er gemeinsam mit Sven Graf, dem künstlerischen Leiter des Teo Otto Theaters, und der Öffentlichkeitsarbeit-Expertin Melanie Adriaan daran, das Gastspiel-Haus noch stärker als Mittelpunkt des städtischen Lebens in Remscheid zu verankern.
Kern des Projektes ist eine Programmlinie geformt aus Produktionen, die von lokalen Künstlern und Kulturinstitutionen geschaffen werden – so wie jüngsten die zweimal ausverkaufte orchestrale Aufführung des Kult-Musicals Jesus Christ Superstar, realisiert unter der Leitung des Kirchenmusikdirektors Christoph Spengler, gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern, internationalen Musical-Solisten, einer dafür zusammengestellten Band und einem Chor mit über 300 Laien.
Die vielfältigen Produktionen werden unter einer übergreifenden Strategie geführt: Lokalem Kunstschöpfung durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit größere Reichweite, Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit verschaffen; in einem Ökosystem engagierter Programmpartner durch Netzwerkworkshops und Kooperationen Wir-Gefühl und Gestaltungsfreude stiften; und zu allen Made-in-Remscheid-Produktionen durch jeweils spezifische zusätzliche Veranstaltungsformate ein intensiviertes Besuchserlebnis schaffen geprägt von Nahbarkeit, Publikumsaktivierung und -partizipation.
Jüngstes erfolgreiches Beispiel war ein Gottesdienst im Teo Otto Theater, der am Sonntag nach den beiden Vorstellungen von Jesus Christ Superstar gemeinsam mit zwei Pastoren, einer Band, Video- und Audioeinspielungen von Szenen aus dem Musical ebenso wie Stimmen von Bürgern Remscheids. Angelehnt an Themen aus dem Musical wurde der Theatersaal transformiert für eine Andacht der besonderen Art.
„Auftrag Publikum“ in Zeiten der multiplen Krisen
Zweite Auflage des Buchs zu nachhaltiger Publikumsentwicklung
Klaus Siebenhaar veröffentlicht die zweite, erweiterte Auflabe von „Auftrag Publikum. Geschichte. Gegenwart. Zukunft“ – angesichts von Kostensteigerungen durch Tarifabschlüsse, beginnende Kürzungen von Zuwendungen in Folge der wirtschaftlichen Situation und noch nicht einschätzbarer Auswirkungen der vielfältigen Krisen auf das Publikumsverhalten in einer Zeit mit existenziellen Herausforderungen für den Kulturbereich.
Als Bezugspunkt für Strategien und Maßnahmen unternimmt Klaus Siebenhaar eine übergreifende Analyse von Publika von der griechischen Antike bis in die Gegenwart. So werden Erwünschtheiten durch einen klaren Blick für die Kontinuitäten und Rahmenbedingungen im steten Spannungsverhältnis zwischen bürgerlichem Bildungsideal und Unterhaltungswunsch über die letzten gute 2.500 Jahre ersetzt.
Die zur Bewältigung der Herausforderungen empfohlenen Strategien werden neben den seit der ersten Ausgabe vor zehn Jahren unvermindert relevanten Feldern vor allem in zwei Richtungen ergänzt: den Möglichkeiten, digital angereicherte Räume („Virtual Reality“, „Augmented Reality“ oder „Extended Reality“) für neue Erfahrungsräume sowie das Konzept von Ökosystemen von interdisziplinären Akteuren als organisatorische Grundlage für Audience Development, das über die Grenzen der eigenen Institution und der vertrauten Partner reicht.
So ist das Buch eine Orientierung für Macher mit einem klaren Blick für die Realitäten des Publikumsverhaltens und mit Gestaltungswille über gewohnte Wege und Diskurse hinaus.
Im Frühjahr 2024 führte das IKMW eine umfassende Studie zur größten Musikschule Deutschlands in Bochum – den Erfindern des JeKits (Jedem Kind ein Instrument oder Tanz)-Programms durchgeführt. Es galt zu ermitteln, ob dem Selbstanspruch und Auftrag der Musikschule entsprechend die Stadtgesellschaft Bochums in all ihrer Vielfalt für die Angebote der Musikschule gewonnen werden kann, wie die Angebote der Musikschule von ihren Nutzern bewertet werden und welches Image der Musikschule sich daraus bildet. Mit Fragebögen und Gruppendiskussionen wurden drei Zielgruppen untersucht, die für die Verankerung von Musik im Leben eines Menschen als besonders relevant angesehen worden: die die Eltern von Halb- bis Dreijährigen, Grundschüler von der 1. bis zur 4. Klasse, sowie jugendliche Instrumental- und Gesangsschüler im Alter von 14 bis 18 Jahren.
Die Ergebnisse bestätigen die große Wirksam des in der Musikschule Bochum unter dem Namen JeKits entwickelten Ansatzes, allen Grundschüler Bochums in der 1. Klasse an einem von Lehrern der Musikschule gemeinsam mit Grundschullehrern durchgeführten spezifischen Unterricht teilnehmen zu lassen – gefolgt von freiwilligem Instrumental- oder Gesangsunterricht von der 2. bis 4. Klasse. So werden in der 1. Klasse wirklich alle Bochumer in dieser Kohorte mit einem maßgeschneiderten Musikalisierungsangebot erreicht. Aber auch im freiwilligen Instrumental- oder Gesangsunterricht in den Klassen 2 bis 4 ist der Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und mit nicht-akademischem Hintergrund höher als in den anderen Nutzergruppen. Gleichzeitig sind die Bewertungen der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer ebenso ausgezeichnet wie die der Musikschule Bochum insgesamt- und zwar über alle Bereiche hinweg.
Doch auch auch Herausforderungen werden deutlich: Ein Desiderat ist es auch im Anschluss an die Angebote in der Grundschule häufiger Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte und nicht-akademischem Hintergrund für die Musikschule zu interessieren. Ansatzpunkte könnte Unterricht an Instrumenten aus den Herkunftskulturen, aber auch Angebote mit Bezug zu Jugendkulturen wie Hip Hop oder elektronischer Musik sein. Angesichts der Erfolge mit dem JeKits-Programm wäre auch hierfür eine An- oder Einbindung in den formalen Bildungsraum – die Schulen – der Königsweg, um wirklich „alle“ mit diesen Angeboten zu erreichen.
Publikum – eine Reise von der Antike zur EURO 2024
Innovatives hybrides Zoom-Seminar für die Central Academy of Fine Arts, Peking
Vom 25.Mai bis 27. Juni 2024 hielt Klaus Siebenhaar das jüngste Online-Seminar mit dem Titel „Audiences – History, Research, Development in Theory and Practice“ für Studierende der Master-Studiengänge Arts Management und Arts Education der Central Academy for Fine Arts (CAFA) in Peking, China ab. (Seminarplan zum Download hier: CAFA_Summer 2024_Audiences_Lecture Plan)
Das Seminar gab zunächst einen Überblick über das Verhältnis zwischen den Künsten, Künstlern, ihrem Publikum und der Gesellschaft von der Antike bis in die Gegenwart. Dabei wurde auch das Bild des Publikums in den Künsten und Ansätze zu seiner Kategoriesierung in Publikumstypologien erörtert.
Auch Methoden der Publikumsforschung wurden ausführlich als unverzichtbare Grundlage für das Verstehen, Ansprechen und nachhaltiges Binden von Publika wurde behandelt und in einer eigenen Online-Befragung praktisch erprobt.
Einem Überblick über Audience Development als übergreifendes Management-Paradigma für die publikumsorientierte Führung von Kulturinstitutionen am Beispiel des Jüdischen Museums Berlin bildete den Abschluss des aus dem „Studio“ des IKMW Seminarteils.
Danach ging es noch für zwei Tagen „ins Feld“: In zwei hybriden, live nach China übertragenen Rundgang erlebten die Studenten in China zunächst bedeutende Orte entlang der ehemaligen Berliner Mauer vom Berliner Abgeordnetenhaus über den Martin-Gropius-Bau, die Topographie des Terrors und das Bundesfinanzministerium bis zum Checkpoint Charlie.
Letzter Höhepunkt war die gemeinsame Live-Exkursion zur Fanmeile für Fußball-Europameisterschaft mit einem gründlichen Einblick in das vielfältige begleitende Kulturprogramm als erfolgreiches Beispiel für unkonventionelles Crossover zwischen Unterhaltung und Hochkultur.
Der innovativen Form des Seminars angemessen werden die Studierenden ihre Prüfungsleistungen nicht durch eine Seminararbeit leisten, sondern in Form von Vorschlägen von Publika in China für einen „Audience Award“ – inklusive einer Analyse und Begründung, warum die nominierten Publika besonders bemerkenswert sind.
Gesamtbesuchserlebnis in Zeiten der Sanierung
Publikumsstudie für das Badische Staatstheater Karlsruhe zeigt Stärken und Herausforderungen
Im Mai 2024 veröffentlichte das Badische Staatstheater Karlsruhe die aktuelle Publikumsstudie des IKMW, die inzwischen siebte im Rahmen einer im deutschsprachigen Raum einzigartigen Langzeituntersuchung seit 2011. Sie verbindet Ergebnisse aus der repräsentativen Publikumsbefragung mit 3.099 Befragten (1.651 vor Ort und 1.448 online) von Mai bis Juli 2023 mit vertiefenden Erkenntnissen aus Gesprächsrunden mit ausgewählten Zielgruppen, die für die nachhaltige Publikumsentwicklung besonders relevant sind: „inaktive“ Besucher, deren letzte Besuche im Badischen Staatstheater länger als ein Jahr zurücklagen, Menschen mit Migrationshintergrund und Vertreter von Schulen und Kinder- und Jugendzentren.
Die Ergebnisse spiegeln deutschlandweite Trends ebenso wider wie spezifische Befunde für das Badische Staatstheater: Der leicht gestiegene Anteil der Jahrgänge über 50 Jahren (72,6 %) zeigt die Herausforderung, jüngere Menschen trotz des erfreulich hohen Anteils an den Erstbesuchen (66,1 % unter 50) dauerhaft zu binden.
Einen Weg zeigt die Konzertsparte auf: Anders als in vielen anderen Häusern gelingt es dem Badischen Staatstheater hier, durch die seit längerem angebotenen Kinder-, Jugend-, Sonder- und Jazz-Konzerte einen ungewöhnlich großen Anteil jüngerer Besucher zu gewinnen (27,2 % zwischen 30 und 50).
Gleichzeitig zahlt sich die besondere Pflege der Abonnements während der Corona-Pandemie aus: Erstaunliche 34,8 % der Befragten geben an, dass der Besuch am Abend der Befragung Teil ihres Abonnements war. Insgesamt nimmt die Häufigkeit von Besuchen pro Befragtem wie im Bundestrend allerdings ab (8,3 % mehr als 12 Besuche in den letzten 12 Monaten).
Die Herausforderung abnehmender Besuchshäufigkeiten wird gerade bei den inaktiven Besuchern und bei Menschen mit Migrationshintergrund durch ein grundsätzlich verändertes Informations- und Entscheidungsverhalten verstärkt: Kultur- und Freizeitaktivitäten werden zunehmend spontan innerhalb von Freundeskreisen und Netzwerken von „Communities“ getroffen. In der Kommunikation dazu, immer häufiger rein über Messenger wie WhatsApp oder Telegram, tauchen ausführlichere Informationen von Anbietern wie dem Badischen Staatstheater kaum noch auf.
Während Kommunikation und Entscheidungen sich immer weiter in semi-private digitale und hybride Räume verlagern, besteht zugleich ein starkes Bedürfnis nach einem rundum erfüllenden Gesamterlebnis beim Besuch einer Institution wie dem Badischen Staatstheater, nach Atmosphäre und Aufenthaltsqualität, nach Räumen für „Geselligkeit“ und Gemeinschaft. So sinkt mit der geringeren Zufriedenheit mit der Atmosphäre im Zuge der Baumaßnahmen im Badischen Staatstheater und Kritikpunkten bezüglich der Gastronomie auch die Zufriedenheit mit dem Haus insgesamt leicht.
Zugleich zeigt die Studie kurz vor dem Beginn der Intendanz von Christian Firmbach auch die solide Verankerung des Hauses bei seinem Publikum: Durch die weitgehend stabile Zufriedenheit mit dem künstlerischen Angebot und verbesserte Werte für einige Service-Bereiche bleibt die Gesamtzufriedenheit trotz der Beeinträchtigungen im Zuge der Sanierung auf einem zufriedenstellenden Niveau (90,0% sind „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“).
Vorhang zu? Vorhang auf!
Vortrag bei Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
Die zweitägige Tagung „Vorhang zu?“ der Evangelischen Akademie Loccum widmete sich mit Vertretern von Bühnen, Wissenschaftlern und Journalisten den zukünftigen Perspektiven und Rollen von Theatern – mit besonderem Blick auf die Situation in Niedersachsen. (Die Agenda der Tagung zum Download hier: Vorhang zu_Agenda)
Klaus Siebenhaar steuerte aus der Forschung und den Publikationen des IKMW zentrale Trends in Zusammensetzung, Verhalten und Erwartungen des Theaterpublikums bei – zusammen mit daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen bezüglich Zielgruppenauswahl, Programmgestaltung, Verbesserung von Atmosphäre und Aufenthaltsqualität sowie zeitgemäßer Kommunikation mit dem postpandemischen Publikum. (Die Präsentation zum Vortrag zum Download hier: Vorhang auf_Loccum_24-01-16)
Theater und Publikum im Umbruch
Siebte Publikumsstudie am Badischen Staatstheater Karlsruhe
Von Mai bis Oktober 2023 führte das Institut für Kultur und Medienwirtschaft für das Badische Staatstheater Karlsruhe die nun siebte Publikumsstudie seit 2011 durch und setzte damit eine im deutschsprachigen Raum in Tiefe und Kontinuität einzigartige Längsschnittstudie fort.
Für die repräsentative Befragung des Publikums konnten die Besucher entweder einen der vor Ort verteilten Fragebögen ausfüllen oder den identischen Online-Fragebogen beantworteten. Zusätzlich wurden mit insgesamt neun Fokusgruppen Zielgruppen mit besonderer Relevanz für die nachhaltige zukünftige Publikumsentwicklung vertieft analysiert: „inaktive“ Besucher, deren letzte Besucher ein Jahr und mehr zurücklagen, Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund sowie Lehrer aus verschiedenen Schulformen und Vertreter von Kinder- und Jugendzentren.
Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2024 vom Badischen Staatstheater veröffentlicht und werden dokumentieren, ob sich die in der jüngsten Studie des IKMW für die Niedersächsischen Staatstheater Hannover belegten allgemeinen Herausforderungen an Theater – die anhaltende Zurückhaltung vieler Besucher nach dem Einschnitt der Corona-Pandemie, die zunehmenden Volatilität und Multioptionalität von Kulturnutzungsentscheidungen sowie die immer mehr in den „geschlossenen“ Welten von Messengern stattfindenden Kommunikation und Entscheidungen der Generationen Y und Z – sich auch bei diesem großen deutschen Stadt- und Staatstheater auswirken.
Dazu wird zu untersuchen sein, wie stark sich die umfassenden Baumaßnahmen im Zuge von Sanierung und Umbau des Staatstheaters in Zeiten der gewachsenen Erwartungen an ein angenehmes Gesamtbesuchserlebnis in einer einladenden, „wohligen“ Atmosphäre auf die Besuchserfahrung und Bewertung des Publikums auswirken – und welche Ansatzpunkt für Gestaltung der Bauzeit bis 2034 abgeleitet werden können.
„Art = Life and Life = Art“
Der Zusammenhang von Kunst und Leben, von Artefakt und Realität in seinen gebundenen und ungebundenen Manifestationen ist Ausgangspunkt und dauerndes Spannungsverhältnis künstlerischer Produkion seit der Antike. Das im Wintersemester 2023 an der Central Academy of Fine Arts (CAFA) in Peking als Online-Live-Format abgehaltene Recherche-Seminar ging dieser Konstitution künstlerischer Herausforderung in sehr unterschiedlichen „Fallstudien“ nach. (Seminarplan zum Download: CAFA_Winter23-24_Lecture Plan)
Die Studenten schlüpfen dabei in die Rolle von Detektiven, die sich methodisch an Sherlock Holmes‘ Deduktion bzw. an wissenschaftlichen Analyseinstrumentarien orientieren.
Praktischer Höhepunkt war ein dreistündiger Live-Stream aus dem Humboldt-Forum, wo Programmdirektor Jan Linders anschaulich die programmatisch-institutionellen Herausforderungen einer gesellschaftlich offenen, multidisziplinären Kunsteinrichtung vermittelte. (Beobachtungen der Studenten vom Besuch finden sich hier: CAFA_Winter23-24_Observations on the Humboldt Forum)
Im Februar 2024 werden die chinesischen „Detektive“ in fünf Gruppen aus ihrer Perspektive, ihren Beobachtungen und Spurensuchen multimedial und narrativ ihre Fallstudien und potenziellen Antworten dokumentieren.
Stadt – Theater – Publikum
Publikums- und Bevölkerungsstudie für die Niedersächsischen Staatstheater Hannover veröffentlicht
Die Niedersächsischen Staatstheater Hannover sind eines der traditionsreichsten und größten deutsche Drei-Sparten-Häuser, die beispielhaft für künstlerische Vielfalt und Bürgernähe stehen. Nicht zuletzt deshalb haben sie die nun als Buch vorliegende Studie in Auftrag gegeben.
Es ist die erste umfassende, die Bevölkerung wie das abendliche Publikum einschließende post-pandemische Untersuchung, die Aufschluss über soziodemographische Profile, Herkunft sowie Motivation des Theaterpublikums, aber auch über Neu- und Umorientierung ehemaliger Besucherinnen und Besucher liefert.
Über das Beispiel der Niedersächsischen Staatstheater hinaus lassen sich – datenbasiert und kontextualisiert – wertvolle, verallgemeinerbare Erkenntnisse für die Rück- und Neugewinnung inaktiver oder abstinenter Publikumsgruppen gewinnen.
In den Niedersächsischen Staatstheater Hannover hat das IKMW bereits mit mehreren Abteilungen begonnen, in Workshops aus den Ergebnissen der Studie konkrete Maßnahmen zu entwickeln, ihre Umsetzung vorzubereiten und zu begleiten. Die Erkenntnisse liegen nun vor, die Arbeit in den Theatern können beginnen.
Achim Müller und Klaus Siebenhaar:
Stadt – Theater – Publikum
Publikums- und Bevölkerungsstudie 2023
Niedersächsische Staatstheater Hannover
B&S SIEBENHAAR VERLAG + MEDIEN OHG
ISBN: 978-3-949111-15-0
25,00 Euro
Besuch von alten Freunden
Erste chinesische Gruppe der Central Academy of Arts (Peking) seit Corona in Berlin
Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie besuchte vom 7. bis 13. August 2023 eine Gruppe von Mitgliedern der Central Academy of Fine Arts in Peking Berlin für eine Feld- und Studienreise. Sie wurden von Prof. Klaus Siebenhaar im Löwenpalais der Stiftung Starke festlich begrüßt und erhielten eine einführende Vortrag zur Kulturlandschaft und den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der Metropole Berlin.
Kern der Studienreise war ein intensive Besuchsprogramm bei Kulturinstitutionen und -unternehmen in Berlin, von den Jahrtausende der Weltkultur bewahrenden Museen auf Museumsinsel und Kulturforum über die Dokumentation künstlerische Schaffens in Berlin in der Berlinischen Galerie bis zu namhaften Galerien und dem Auktionshaus Grisebach.
Ergänzt wurde das Programm in Berlin mit zwei Exkursionen: Zunächst ging es nach Dessau zum auch in China berühmten Bauhaus – den Meisterhäusern und dem Bauhaus Museum. Danach war Potsdam das Ziel, neben dem „Muss“ Schloss Sanssouci die beiden Geschenke des SAP-Gründers Hasso Plattner an die Stadt: das Museum Barberini mit seinen beeindruckenden Monets und das jüngst wiedereröffnete Das Minsk mit seiner Sammlung von Kunst aus der ehemaligen DDR.